Vertrauen und Verantwortung

Fördern und Fordern sind wichtige Prinzipien im wertschätzenden und authentischen Umgang miteinander. Fördern ist - meiner Erfahrung nach - die Bereitstellung von Rahmenbedingungen, in denen sich aktives und authentisches Handeln entfalten kann.  Fordern ist - ebenfalls meiner Erfahrung nach - die selbständige und eigenverantwortliche Handlung des / der Menschen. Es belastet die Beziehung zwischen Menschen, wenn einer die Aufgaben des Anderen zusätzlich erledigt.

 

Mit Vertrauen schaffen wir den Boden, auf dem jede Beziehung überhaupt erst gedeihen kann. Mit Vertrauen öffnen wir auch emotional Türen, die ansonsten verschlossen blieben. Mit Vertrauen ermöglichen wir das Unmögliche. Vertrauen ist hilfreich in jeder Lage, deren Entwicklung und Ausgang ungewiß ist. Vertrauen begleitet die optimistische Haltung, dass alles immer gut ausgeht.

 

Wir sind für unser Handeln in allen Lebensbereichen selbstverantwortlich und können daher nicht wirklich delegieren ohne die Grenzen bei anderen Menschen zu überschreiten. Dies ist oftmals ein hohes Konfliktpotential im gemeinsamen Miteinander. Die Ursachen sind individueller Natur, sowohl bei demjenigen, der gern abgibt und auch bei demjenigen, der sich zuviel aufbürdet.     

 

Vertrauen liegt als Urvertrauen und Eigenverantwortung als Autonomie im Menschen selbst verwurzelt. Auch hier ist die Eigenwahrnehmung der Schlüssel dazu, sie zu befreien.